Bereits zum achten Mal laden die Hells Angels Hof City am 17. Juni zu einer großen Familienfeier ein – Attraktionen für jung und alt

Richard Brox, wohl Deutschlands berühmtester Obdachloser, ist am 17. Juni Ehrengast beim bereits achten Tag der offenen Tür des Hells Angels MC Hof City. Mit seiner ungeschönten Autobiographie „Kein Dach über dem Leben: Biographie eines Obdachlosen“ schaffte es der gebürtige Mannheimer Anfang des Jahres sogar in die deutschen Bestsellercharts und war Gast in vielen Fernseh- und Radiosendungen.

Schonungslos rechnet der 53-jährige in dem Buch mit Behörden, aber auch mit sich selbst und Obdachlosen ab. In vielen Einrichtungen würden Obdachlose „wie der letzte Dreck“ behandelt. Von Sauberkeit und wenigstens etwas Privatsphäre keine Spur. Die Matratzen seien oft noch vom Urin des Schläfers der Nacht zuvor versifft, in Toiletten gebe es keine Tür und oftmals würden während des Schlafs Sachen geklaut. Auch Gewalt komme immer wieder vor.

Schon seit 1999 führt Brox eine Internet-Datenbank über Notunterkünfte, die mit Schulnoten bewertet werden. Die Tantiemen seines Buches steckt er in eine hospizähnliche Betreuungsform. Bereits vor neun Jahren hatte Brox mit dem Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff den Film „Unter Null“ über die Obdachlosenszene gedreht. Wallraff schrieb auch das Vorwort zur Autobiographie.
Im Internet betreibt Richard Brox einen Blog, der wie folgt zu finden ist: https://www.blogger.com/profile/16037029113522000306. Auch auf Facebook findet man unter http://facebook.com/BroxHelmutRichard viele Informationen. Beim Tag der offenen Tür der Hells Angels Hof City hält der Mannheimer ab 15 Uhr eine Lesung aus seinem Buch, gibt Informationen über das Leben der Obdachlosen und steht Rede und Antwort auf die sicherlich vielen Fragen.
Ansonsten bereiten die Member, Prospects, Hangarounds und Supporter des weltgrößten Motorradclubs rund um das Clubhaus Am Kornhausackter 12, 95030 Hof, wieder ein buntes Programm für jung und alt vor. Wie schon in den Vorjahren werden auch dieses Jahr wieder mehr als 1.000 Besucher erwartet, darunter nicht nur Biker, sondern auch viele Bürger, die mit der Bikerszene nichts zu tun haben, aber die familiäre Atmosphäre der ausdrücklich als „Familienfeier“ deklarierten Veranstaltung genießen und die Wahrheit über das Hofer Charter der Hells Angels erfahren wollen.

Hierzu wird es auch diesmal wieder viele Aktionen, Stände und Attraktionen für jung und alt, groß und klein geben, wie etwa ein Kinderkarussel und viele andere Stände. Sogar der ansonsten nur für Mitglieder vorbehaltene Clubraum kann besichtigt werden. Und natürlich kann man sich auch dieses Jahr wieder mit einem Member, einer Harley und einem hübschen Tattoo-Model kostenlos auf einem Foto verewigen lassen. Wer ein bleibendes Anhängsel haben möchte, dem wird auch geholfen: Zum absoluten Sonderpreis von nur 80,00 Euro kann man sich ein speziell für diesen Tag entworfenes Tattoo stechen lassen.
Für das leibliche Wohl sorgen erneut Hells Angels Hof City-Vizepräsident Buby und Ehefrau Claudia, die ja auch das in den Angels Place integrierte Bubys Diner betreiben. Dieses genießt in Hof wegen der Qualität der Speisen einen hervorragenden Ruf. Die Preise sowohl für Speisen als auch für Getränke liegen auf einem sehr niedrigen Niveau. Als Special gibt es ab 10.00 Uhr morgens ein Weißwurst-Frühstück mit frischer Brezel und einem halben Bier für nur 4,81 Euro. Für Kaffee und Kuchen ist natürlich auch gesorgt.
Präsident Ande: „An diesen Tag präsentieren wir uns so, wie wir wirklich sind. Eine eingeschworene Bruderschaft, die das Motorradfahren und das gesellige Beieinander liebt. Wir sind aber keinesfalls kriminell und haben strenge Club-Regeln, an die sich jeder Einzelne zu halten hat. So sind etwa Drogen kategorisch untersagt. Polizei, Staat und viele Medien zeichnen von uns ein Bild, das mit der Wirklichkeit absolut nichts zu tun hat. Vielmehr sind wir ganz normale Männer mit Familien und Kindern und gehen alle einem Beruf nach. Wir hoffen, dass auch diesmal wieder viele normale Bürger, die ansonsten mit Rockern nichts am Hut haben, zu uns kommen und uns danach, wie auch schon die in den Vorjahren, mit anderen Augen sehen.“